Auf den Weg machen

Uta Heinecke und Asri Sayrac

Eröffnung: 3. Juni 2023, 18 Uhr
Ausstellungsende: 30. Juni 2023
Finissage: 30. Juni 2023 19.30 Uhr mit Lesung (Karin Ivancsics) und Musik (Marwan Abado)

Malerei Uta Heinecke – Objekt und Mobile Asri Sayrac.


Eine der zentralen Themen der beiden Künstler Asri Sayrac und Uta ist die Suche nach der eigenen
Identität und deren Wurzeln.Uta Heinecke und Asri Sayrac verbindet die gemeinsame Erfahrung der
Flucht, desVerlassens der Heimat und die damit verbundene Fragestellung was Heimat und
Fremdseinüberhaupt bedeutet. Sayrac`s Familie musste aus Georgien in die Türkei fliehen, er selbst
ging als junger Mann alleine nach Deutschland. Heinecke flüchtete als Kind von der DDR über Ungarn
nach Westdeutschland. Später zog sie zum Studium nach Wien.
Mit der Erfahrung in Unfreiheit zu leben, die Meinung nicht sagen zu dürfen, flüchten zu müssen,
entsteht nicht nur Verständnis und Empathie für Menschen die flüchten müssen, sondern auch ein
Sensorium für Ungleichgewichte in der Gesellschaft. Heinecke und Sayrac möchten mit Ihren Mitteln
gegen Rassismus und Intoleranz ankämpfen, ein Zeichen setzen.
Uta Heineckes Puppen (historischer Schwarzer Puppen, ehemals „Negro Dolls“) verkörpern das
„Anderssein“ vor dem Hintergrund des Kolonialismus und diesbezüglicher gegenwärtiger Phänomene.
Asri Syrac’s Schiffe (mit oder ohne Räder) und Flugobjekte sind die Mittel zur Flucht, Transportvehikel.
Sie könnten auch den Traum vom Weggehen oder Wegfliegen versinnbildlichen. Viele seiner Objekte
sind kinetische Objekte, die mit einem Motor ausgestattet sich flügelschlagend, schwimmend, drehend,
schlängelnd bewegen aber doch auf der Stelle rudern. Manche der Objekte scheinen zu zart und filigran
und handeln wohl mehr vom Traum alles hinter sich zu lassen.

Freitag 30. Juni, 18 – 22 Uhr:
Finissage der Ausstellung „Auf den Weg machen“ – Uta Heinecke und Asri Sayrac


19:30 Uhr Konzert und Lesung: ZUGVÖGEL, Marwan Abado und Karin Ivancsics
Karin Ivancsics liest aus ihrem neuesten Buch „Zugvögel sind wir“, edition lex liszt 12, 2022,
Musik: Marwan Abado, Sohn des Südens – Oud & Voc